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"Bänkelsang, Moritat , Liedermacher ... Aşıklar — Die Verliebten"
Aşık lässt sich auch mit einem wandernden Volkssänger oder Troubadour zu vergleichen. Man
glaubt daran, dass die Stärke und Eingebung des Aşık von einer Fee kommt, die ihm im Traum
erscheint, ihm
einen "Liebeswein" anbietet und ihm seine (vermeintliche) Geliebte (die er nie antreffen wird) im
Traum erscheinen lässt. Die Aşık-Dichter werden dann von einem Meister dieser
Kunst ausgebildet. Wenn der Aşık diese Kunst erlernt hat, erfolgreich vortragen kann, so wird er
selbst zum Meister. Die Aşık-Tradition wird auch heute noch, d.h. im elektronisch-medialen Zeitalter
in Anatolien aufrechterhalten. Diverse türkische TV-Sender widmen ihnen Programm-Formate, weil
ihre Botschaften vor allem von der ländlichen Bevölkerung gerne gehört werden.
Rund 70 % der in BRD lebenden türkischstämmigen Menschen lassen sich auch von diesen berühren
und leiten, zumal die Aşıks die Weisheit von Jahrhunderten verkünden, wenn die Menschen substan-
tiellen Problemen des Seins
begegnen, die sie auch im Alltag in Europa einholen
können. Sie spenden Trost, sie ermutigen zum Protest
wenn in einer Gesellschaft, in einem Staat unrecht geschieht.
Einige der Künstler deren Werk vorgestellt wird, sind: Köroğlu (16. Jh.), Pir Sultan Abdal
(einer Version zufolge ca. 1490-1560), Neşet Ertaş (1937- ), Şah Hatayi (1486-1524) und
Aşık Mahzuni Şerif
(1938-2002).
Diesen besonderen Erlebnisabend gestalte ich im Jahre 2006 in NRW in verschiedenen Städten.
Bitte schauen Sie in unregelmäßigen Abständen hier nach.
Für die Aşık-Tradition gehe ich hier ausführlich auf den Meister Neşet Ertaş ein, der eine Weile
Gastprofessor an der Musikhochschule in Köln war.
>>> Neşet Ertaş, der Freund des Herzens
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